„pro NRW“ stößt in Hamm nicht auf Gegenliebe

via haekelclub590

Der ProNRW Bulli mit Wiesbadener Kennzeichen, beladen mit acht Ewig-Gestrigen, zwei Deutschlandfahnen, einer islamfeindlichen Karikatur und einer Lautsprecheranlage, machte am gestrigen Mittwoch für knapp 90 Minuten Halt im Vogtskamp in Heessen in der Nähe der Yunus-Emre-Moschee. Dort versuchten sie ihre rechtsradikalen und islamophobe Hetze zu verbreiten. Organisiert von der IG BCE Heessen, riefen der haekelclub 590, der Knappenverein Heessen, die HeessenSPD und Bündnis90/Die Grünen Heessen zur Demonstration gegen proNRW auf. Um 16 Uhr begann die Kundgebung auf dem Heessener Marktplatz mit einigen Grußworten und dem Gedenken an die Opfer auf Utøya und des rechten Terrors in Deutschland. (mehr…)

Tag 4: Es werden im weniger…


Hamm: „Pro NRW“ im „Einsatz“

Ein neuer Tag, wieder dasselbe Schauspiel. Die selbst ernannte „Bürgerbewegung pro NRW“ ist auf Tour, „maximale Provokation“ ist angesagt. Doch nur wenige SympathisantInnen lassen sich auf die Straße locken. Mittwoch fuhr der Bulli mit den WahlkämpferInnen die Ruhrgebietsstädte Oberhausen, Herten und Hamm an. Die Bilanz kurz und knapp:
- Morgens in Oberhausen stiegen acht pro-AnhängerInnen aus dem Auto, gut 400 GegendemonstrantInnen pfiffen sie aus.
- Nächste Station war Herten. 150 Menschen protestierten gegen die RassistInnen, die sich um eine Person auf nun neun Leute vergrößert haben.
- Der personelle Zuwachs war in Hamm am östlichen Rand des Ruhrgebiets schon wieder weg. Acht Rechte gegen ungefähr 300 Personen, die an der Demo des antifaschistischen Jugendbündnis haekelclub590 teilnahmen.

Tag 3: Solingen

Ein General ist ein Soldat, der seine Schlachten mit gezogenem Telefonhörer schlägt. Schrieb Kurt Tucholsky einst. Sein Diktum gilt offenbar auch für Generalsekretäre und Vorsitzende von extrem rechten Parteien. Auffällig war es jedenfalls, dass die beiden Obersten von „pro NRW“, der Parteivorsitzende Markus Beisicht und sein Generalsekretär Markus Wiener, nicht vor Ort waren, als am Dienstag der von der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ auf „maximale Provokation“ angelegte Wahlkampf in Solingen kurzzeitig zu eskalieren drohte.

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Flugblatt-Vorlagen: Zum Ausdrucken und Kopieren

Ab sofort stehen zwei PDF-Dateien zur Verfügung, die ihr ausdrucken und kopieren könnte. Beide Flugblätter klären über „Pro NRW“ auf.

1.) Contrageben-Infoflyerhier herunterladen

2.) Flugblatt von „Essen stellt sich quer“hier herunterladen

Tag 2 der „Pro NRW“-Tour

Gerade einmal zwölf „pro NRW“-Mitglieder und -Anhänger nahmen heute, am zweiten Tag der Anti-Islam-Wahlkampftour an einer Kundgebung der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ in Duisburg teil. Wie die Rheinische Post berichtet, standen ihnen etwas mehr als 400 Demonstranten gegenüber. Bis zur Merkez-Moschee, wo die extrem rechte Partei ihre Kundgebung eigentlich abhalten wollte, ist die „pro NRW“-Truppe dem Bericht zufolge nicht gelangt. Die Polizei habe ihr den Zugang dorthin versperrt.

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Auftakt der „pro NRW“-Tour in Essen

Rechtspopulisten in historischer Mission unterwegs

In ganz Europa hat „pro NRW“-Chef Markus Beisicht einen Trend nach rechts ausgemacht. Ein „freiheitliches Projekt“ – so nennt er seine Spielart der extremen Rechten – sei „mehrheitsfähig“, auch in NRW, meint er. Wer freilich wissen will, warum es in Deutschland nichts werden wird mit Beisichts Projekt und seiner real existierenden Partei „pro NRW“, der ist an diesem Samstagmittag in Essen-Kray beim Start der „Freiheit statt Islam“-Tournee* der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ gut aufgehoben. Zu beobachten ist aber auch, warum die Partei dennoch nicht zu unterschätzen ist. Nicht weil ihre Vertreter demnächst im Landtag sitzen werden – davon ist die extrem rechte Partei meilenweit entfernt –, sondern weil sie mit ihren kulturrassistischen Parolen das friedliche Zusammenleben im Lande in Gefahr bringt.

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Radevormwald: „Pro NRW“-Verbindungen in die Neonazi-Szene

Am 25. April durchsuchte die Polizei zahlreiche Wohnungen von Neonazis sowie die Fraktionsräume von „Pro NRW“ in Radevormwald. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen „Bildung einer kriminellen Vereinigung“, als welche die Staatsanwaltschaft die Neonazi-Kameradschaft „Freundeskreis Rade“ einschätzt. [Mehr dazu bei MBR Köln] Auch gegen den lokalen Fraktionsvorsitzenden von „Pro NRW“, Tobias Ronsdorf, wird ermittelt. Die antifaschistische Zeitung Lotta berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe ausführlich über die Verbindungen von „Pro NRW“ und den Neonazis:

Zwischen »Kameradschaft« und »pro NRW«
Die extrem rechte Szene in Radevormwald

In der oberbergischen Stadt Radevormwald hat sich eine aktive Neonazi-Szene organisiert. Immer wieder kam es vor Ort zu Angriffen auf vermeintliche MigrantInnen und politische GegnerInnen. Die lokale Besonderheit: Trotz ihres pro-nazistischen Bekenntnisses geht die Szene nicht wie üblich auf Distanz zur „systemkonformen“ und „pseudo-nationalen“ Bürgerbewegung pro NRW, es bestehen vielmehr enge Verflechtungen.

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neonazis bei der jugend pro nrw
rechtspopulistische „Jugend pro NRW“ oder neonazistischer „Freundeskreis Rade“? Tobias Ronsdorf, Daniel Kuckelsberg, Daniel Konrad, Sascha Hütt (v.l.n.r.)